Die Teilnehmerinnen des Kurses 8
Die Teilnehmerinnen des Kurses 8

Neuer Ausbildungskurs des Vilsbiburger Hospiz Vereins

Seit Januar dieses Jahres bereiten sich 14 Frauen aus Vilsbiburg und Umgebung auf ihre Tätigkeit als ehrenamtliche Hospizbegleiterin im Vilsbiburger Hospiz Verein e.V. vor. Teil der rund 100 – stündigen Ausbildung ist ein gemeinsames Wochenende, das die Teilnehmerinnen wie bereits in den Vorjahren im Bildungshaus der Franziskanerinnen im Kloster Armstorf bei Dorfen verbrachten.

Beim Thema  „Sterben, Tod und Trauer und dem Umgang mit eigenen Verlusten im Leben“ ist es gut, wenn im geschützten Raum der Gruppe die Zeit gemeinsam verbracht wird und einer dem anderen mit Wertschätzung für dessen Lebensweg begegnet.

Von Freitagabend, 16. Juni bis Sonntagmittag 18. Juni, stellte sich die Gruppe mit den beiden  Kursleitungen Brigitte Graßer und Eva-Maria Rausch auf die Situation von Menschen am Ende ihres Lebens ein. Diese schwere Thematik anzugehen fiel in der Ruhe des Hauses und unter der liebevollen Betreuung durch die Schwestern gar nicht so schwer. Losgelöst von familiären Verpflichtungen und unter Gleichgesinnten begannen die Tage mit der persönlichen Rückschau eines jeden auf sein eigenes Leben. Jede hat in ihrer Geschichte Erfahrungen von Abschieden, Trennungen oder Verlusten machen und diese in ihr Leben integrieren müssen. Es wurde bewusst gemacht, dass dies auch immer schon eine Vorbereitung auf den letzten Abschied, dem Abschied vom eigenen Leben, ist.

So stand in diesen Tagen nicht die Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern das Einfühlen und sich auf die Situation anderer Menschen einzulassen. Jeder Mensch trägt am Ende seines Lebens gute und schwere Erfahrungen mit sich und der Anspruch an einen Begleiter ist, dieses Leben Wert zu schätzen, jedoch nicht zu bewerten.

Ganz praktische Erfahrungen sammelten die Teilnehmerinnen im Seminar von Brigitte Graßer, die die Arbeit in einer offenen Trauergruppe vorstellte. Sie ließ die Gruppe erleben, wie so ein Nachmittag aussehen kann und konnte die aufkommenden Fragen durch ihre langjährige Arbeit in der Trauerbe­gleitung  gut beantworten.

Am Sonntagvormittag konnte unter Anleitung von Elke Lüpnitz, die auch als Kunsttherapeutin im Hospiz Vilsbiburg tätig ist, jede Teilnehmerin ihre Stimmung, ihre Gefühle und Erfahrungen kreativ ausdrücken. Die dabei entstanden Bilder, Collagen oder gestalteten Schatzkästchen werden sicher noch länger an den Ausbildungskurs erinnern.

Mittags blickten alle auf ein Wochenende in Gemeinschaft zurück, das gut getan hat und jede bestärkte, mit der Ausbildung zum Hospizbegleiterin auf dem richtigen Weg zu sein.

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