Die Trauer nicht verstecken

Offene Trauergruppe hilft Betroffenen

Vilsbiburg: Mehr als drei Jahre traf sich die offene Trauergruppe des Vilsbiburger Hospiz-Vereins in den Räumen von "Hannas Pflegedienst" in Vilsbiburg, Stadtplatz 33. In dieser Zeit ist aus einer anfänglich nur zögernd nachgefragten Leistung des Vereins eine offene, aber auch von regelmäßigen Besuchern getragene Gruppe geworden. Für die Gastfreundschaft bedankten sich die Leiterin der Trauergruppe, Maria Bayersdorfer, und die Vorsitzende des Vilsbiburger Hospiz Vereins, Brigitte Graßer  bei  Hanna Krzywania, der Leiterin des Pflegedienstes, mit einem Blumenstrauß.

In der Trauer nicht allein zu sein, sich verstanden fühlen und seinen geliebten Verstorbenen nicht "totschweigen" müssen, weil man sich scheut, über seine Trauer zu reden - diesem Anspruch stellen sich die Gruppen. "Ich will jemand auf den Wecker gehen, will nur über meinen geliebten Verstorbenen reden dürfen" so sagt eine verwitwete Frau in der Trauergruppe. "40 Jahre haben wir Freude und Leid miteinander geteilt und jetzt soll ich auf einmal alleine damit fertig werden."

"Niemand muß alleine mit seiner Trauersituation fertig werden" so sagen die Trauerbegleiterinnen Maria Bayersdorfer uhnd Reingard Ullmann. "Wir haben ein offenes Ohr für Fragen und suchen mit den Trauernden gemeinsam einen Weg, um mit dem schmerzlichen Verlust zu leben und ihn als Teil der Lebensgeschichte annehmen zu können.

Die Trauergruppe trifft sich am 18. Februar um 14;00 Uhr an der Bergkirche "Maria Hilf" zu einer Winterwanderlung, ab März finden die Trauertreffen an einem neuen Ort, im Untergeschloß des Vilsbiburger Hospizes, Kremplsetzerweg 5a, satt.

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